vermessen leben

Welt im oder am Gerät?

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„Aber es deutet […] auf eine bemerkenswerte Entwicklung hin, begünstigt durch das mobile, soziale Internet, das in den letzten drei Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden ist: eine Art Echtzeit-Paradoxon entsteht, das Gefühl, das Hier und Jetzt finde im Gerät statt und nicht um das Gerät herum.“
Aus Sascha Lobos Kolumne: Welt im Gerät


In Sascha Lobos Artikel geht es eigentlich gar nicht nicht explizit um Quantified Self oder Self-Tracking und trotzdem kann man ihn auch über diese Themen laufen lassen.  Natürlich vereinfacht die digitale Welt mit ihren Smartphones und Social Networks das Self-Tracking auf den ersten Blick, aber sie fügt ihm auch eine ganze neue Dimension hinzu. „Begünstigt vom Echtzeit-Netz verschiebt sich die Wahrnehmung des Hier und Jetzt ins Digitale – die sachte Vorahnung der Augmented Reality.“ Apps ermöglichen nicht nur die einfache Sammlung der Daten, sondern liefern häufig direkt auch passende Analysen oder geben Feedback, wenn das nicht schon die digital-vernetzten Freunde machen. Grüne Ampeln für einen stressfreien Tag, lachende Smileys für ein gutes Training, Sternchen für gesundes Essen, … – visualisierte Echtzeitrückmeldung. Und damit auch Echtzeitbelohnung, Echtzeitbestätigung, Echtzeitkritik. „Echtzeitmotivation“?


2 Kommentare

  1. Vorfreude und zugleich Angst schürender Clip zur Zukunft der „Augmented Reality“:

    http://vimeo.com/46304267

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