vermessen leben

Warum eigentlich vermessen-leben.de?

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MikrolabyrinthDer Name soll Programm sein. Für die Quantified Self Szene genauso wie für diesen Blog. Für mich ist Vermessenheit nicht „kalt“ konnotiert. Für mich schwingt in dem Wort gleicher­maßen Anmaßung wie Stolz mit – und soll Kritik­fähig­keit genaus inkludieren wie das Streben nach einer objektiven Be­trachtung. Und letztendlich gefällt mir die Drei­fach­deutig­keit des Wortes Vermessens viel zu sehr:

attributiv: vermessen leben. Quantifizierend und alles in Zahlen packend.
substantivisch: Das Vermessen leben. Zum Lebensinhalt machend.
konnotativ: anmaßend, stolz, kritisch leben. Und hier von außen betrachtend.

Bzw. sogar die Fünffachdeutigkeit, wenn man berücksichtigt, dass man sich in zweierlei Hinsicht beim Messen ver-messen kann.

prädikativ: vermessen leben. Das falsche Maß anlegend.
prädikativ: vermessen leben. Das falsche Maß an den Tag legend. Sola dosis facit venenum. Die Dosis macht das Gift.

Und witzigerweise ist dann sogleich auch die Überschrift dieses Posts Programm: Warum vermessen leben? Die Frage, um die sich meine ganze Bachelorarbeit und hoffentlich die halbe Quantified Self Szene dreht …

*Photo credit: David M. Goehring (Creative Commons)

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