vermessen leben

About

Marcia NißenHi, ich bin Marcia. Momentan bin ich Studentin, arbeite nebenher als Texterin und zuweilen auch noch als Briefschreiberin und Redakteurin; ich war schon Kaffeedosenbekleberin, Schiffsbau- und F&E-Praktikantin, Vice President External Relations bei der Studentenorganisation AIESEC, habe Briefumschläge im Akkord geöffnet und Probe-Shampoo-Päckchen zu hunderten abgezählt und in Kartons gesteckt. Wenn ich daneben nicht gerade Freundin, Tochter oder Kommilitonin bin, interessieren mich das Erleben fremder Länder und Kulturen und die Beschäftigung mit geliebten und fremden Sprachen sowie Unmengen Sportlichkeiten. Und seit geraumer Zeit nun eben das Bloggen.

Warum jetzt dieser Blog über und inmitten von Quantified Self?

Mich motivieren mindestens diese fünf Zielsetzungen:

(1)    Ich bin auf der Suche nach Motivationen. Als Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stehe ich kurz vor meinem Bachelorabschluss – um genau zu sein fehlt mir dazu nur noch meine Bachelorarbeit. Nach meiner Seminararbeit  im Sommersemester 2012 zum Thema „Quantified Self im gesundheitsorientierten Kontext“, vertiefe ich nun meine Auseinandersetzung mit der aus den USA kommenden Bewegung: Einer Szene, deren Anhänger sich dem Credo verschrieben haben, aus den Unmengen an Daten, die sie über sich sammeln (können), gesteigerte Selbsterkenntnisse zu gewinnen.

Warum aber sammeln Self-Tracker akribisch Unmengen von Daten, notieren Vitalparameter, Umgebungsdaten und Aktivitätszeiten und setzen sie ins Verhältnis zu Sportprogrammen, Lern- und Beziehungserfolgen, stellen ihre Ergebnisse visuell dar und ggf. im Radius ihrer sozialen Netzwerke öffentlich aus? In meiner Bachelorarbeit versuche ich herauszufinden – unvoreingenommen und ergebnisoffen – welche Ziele mit dem Self-Tracken verbunden sind und ob sich innerhalb der Quantified Self Anhänger verschiedene (Persönlichkeits-)typen ausfindig machen lassen. Stecken hinter den Community-Profilen „Typen“ von Fitnessfreaks, chronischer Patienten, verspielter Technik-Gurus, Hypochonder und introvertierte oder extrovertierte Menschen, … ?

(2)    Ich möchte das Verfassen meiner Bachelorarbeit self-tracken und damit selbst ein Gefühl dafür bekommen, was es bedeutet, tagein, tagaus Daten über sich zu sammeln. Wie viel Zeit und Nerven kostet es wirklich, eine Bachelorarbeit zu schreiben? Mit welcher Stimmung, welchem  „Schreib-/Nachdenk“-Verhältnis erziele ich welches Ergebnis? Sind Texte, die ich nachts um zwei in einer halben Stunde schreibe wirklich schlechter, als an einem Nachmittag stundenlang ausgefeilte? Daraus ergibt sich vielleicht auch eine Nutzung dieses Blogs als Sammlung mehr oder weniger relevanter Quantified Self Inhalte für mich – aber auch für andere Quantified Self Interessierte.

(3)    Ich suche Experten und ein Netzwerk, das mich dabei unterstützt mich mit meiner Bachelorarbeit aus der Mitte der Szene heraus auseinandersetzen zu können. Für die Identifikation der mannigfaltigen Gründe zum Self-Tracken werde ich eine Umfrage ausarbeiten und durchführen. Den Weg bis zur Auswertung der Umfrageergebnisse kann ich gar nicht alleine gehen. Dafür brauche ich Experten wie Umfrageteilnehmer.

(4)    Ich möchte das Blogging-Handwerk erlernen und mir mal wieder etwas von der Pike auf selbst beibringen. Mit allem was dazu gehört: Fragen zu Webhosting, Domain, WordPress und FTP-Servern waren mir bis vor drei Tagen quasi noch ein Buch mit sieben Siegeln, vier Tage später bin ich schon so weit mich zu fragen, ob ich nicht sogar noch ein bisschen tiefer in die Theorien von PHP, MySQL und CSS-Stylesheets einsteigen will. Nebenbei habe ich die Möglichkeit mich tiefer mit Thematiken des Textens, Schreibens und Geschichtenerzählens auseinanderzusetzen.

(5)    Ich möchte mit diesem Blog dazu beitragen die Quantified Self Bewegung greifbarer zu machen. Ich stehe der Szene offen, neugierig und interessiert gegenüber. Deswegen nicht unkritisch, sondern so wohlgesonnen, dass ich die Muße habe mich mit kritischen Stimmen auseinanderzusetzen. Hoffentlich nicht zu vermessen! 😉

Kontakt

Marcia Nißen

Mail: marcia.nissen@student.kit.edu

 

2 Kommentare

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